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C1q-C CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-419388 | 20 µg | $397.00 |
C1qc codiert die C‑Kette der Komplementkomponente C1q, ein Erkennungsmolekül, das den klassischen Komplementweg durch die Assoziation mit C1r und C1s sowie durch die Bindung an Immunkomplexe, apoptotische Zellen und verändertes körpereigenes Material (altered self) initiiert. In der Maus trägt C1q zur angeborenen Immunüberwachung bei, indem es Opsonisierung, phagozytische Clearance und die Modulation inflammatorischer Signalwege fördert, mit nachgelagerten Effekten auf die Aktivierung der Komplementkaskade und Zytokinnetzwerke. C1q‑C‑abhängige Prozesse werden häufig in der Makrophagen- und Mikrogliaforschung untersucht, einschließlich Synapsen-Remodeling und Gewebehomöostase, wobei komplementvermittelte Markierung („Tagging“) zelluläre Pruning‑ und Clearance‑Mechanismen beeinflussen kann. Eine Fehlregulation der C1q‑Aktivität und der Komplementaktivierung wird mit inflammatorischen und neuroimmunologischen Phänotypen in Verbindung gebracht, die für Modelle zur Autoimmunität, zu Infektionsantworten und zur Neurodegeneration relevant sind.
Das C1q-C CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des C1qc-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des C1qc-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von C1qc nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die C1q-C-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von C1qc-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der C1q-C-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.