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U2AF65 Double Nickase Plasmid (m) | sc-423572-NIC | 20 µg | $410.00 |
U2af2 kodiert das Mausprotein U2AF65, einen essenziellen RNA-bindenden Spleißfaktor, der den Polypyrimidin-Trakt an 3′-Spleißstellen erkennt und während der frühen Assemblierung des Spleißosoms die Rekrutierung des U2-snRNP unterstützt. Über seine RNA-Erkennungsdomänen sowie Interaktionen mit U2AF35 und SF1 koordiniert U2AF65 die Exondefinition und Entscheidungen zur alternativen Spleißung, die die Zusammensetzung der Transkript-Isoformen in zahlreichen Signal- und Zellzykluswegen prägen. Störungen der U2AF65-abhängigen Spleißung können die mRNA-Reifung, den nukleären Export und die Zusammensetzung des Proteoms verändern, wodurch U2af2 ein zentraler Knotenpunkt für die Untersuchung der Genauigkeit der RNA-Prozessierung ist. Fehlregulierte Spleißprogramme und ein Ungleichgewicht von Spleißosom-Faktoren werden breit mit der Biologie hämatologischer und solider Tumoren sowie mit neuroentwicklungsbedingten und neurodegenerativen Krankheitsmechanismen in Verbindung gebracht, was den Einsatz von U2af2-Modellen zur Untersuchung krankheitsrelevanter Spleißnetzwerke stützt.
U2AF65 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des U2af2-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von U2af2 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die U2af2-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit U2af2-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.