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PIWIL1 Double Nickase Plasmid (h) | sc-418611-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
PIWIL1 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-418611-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
PIWIL1 (HIWI) ist ein Argonaute-Protein der PIWI-Subfamilie, das piRNAs bindet und dadurch posttranskriptionelles Gene Silencing, die Repression von Transposons sowie die epigenetische Kontrolle der Genomstabilität reguliert – insbesondere in keimbahnassoziierten Programmen. Über Interaktionen mit der piRNA-Biogenese-Maschinerie und chromatinassoziierten Faktoren trägt PIWIL1 zur RNA-geleiteten Regulation repetitiver Elemente und von mRNA-Zieltranskripten bei und beeinflusst so Zellschicksalsentscheidungen und Differenzierung. Eine fehlregulierte PIWIL1-Expression wurde bei mehreren Krebsarten beschrieben und wird im Zusammenhang mit Tumorzellproliferation, stammzellähnlichen Phänotypen und veränderten small-RNA-Regulationsnetzwerken untersucht. Diese Funktionen machen PIWIL1 zu einem nützlichen Ziel für die Erforschung der Biologie des piRNA-Signalwegs, der Aufrechterhaltung der Genomintegrität und RNA-vermittelter Regulationsmechanismen in menschlichen Zellen.
PIWIL1 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des PIWIL1-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von PIWIL1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die PIWIL1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit PIWIL1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.