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NCAM-L1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401012-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
NCAM-L1 CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-401012-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
L1CAM kodiert NCAM-L1 (L1), ein neuronales Zelladhäsionsmolekül, das homophile und heterophile Interaktionen vermittelt und dadurch das Neuritenauswachsen, die Axonleitung, die neuronale Migration sowie die synaptische Plastizität reguliert. Über die Kopplung an Zytoskelett-Adapterproteine und Signalnetzwerke beeinflusst NCAM-L1 Signalwege, die die Dynamik der Adhäsion, die Motilität des Wachstumskegels sowie MAPK/ERK- und PI3K-assoziierte Prozesse steuern, welche die Entwicklung neuronaler Schaltkreise prägen. Im Nervensystem sind veränderte L1CAM-Expression oder -Funktion mit neurodevelopmentalen Phänotypen assoziiert; zudem wurde L1CAM auch in Zusammenhängen von Tumorzellmotilität und invasivem Verhalten beschrieben, was seinen Wert für mechanistische Studien zur adhäsionsabhängigen Signalübertragung unterstreicht. Diese Eigenschaften machen L1CAM zu einem nützlichen Ziel, um Programme der Zell-Zell-Interaktion und deren nachgeschaltete transkriptionelle und morphologische Effekte zu analysieren.
NCAM-L1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen L1CAM-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
NCAM-L1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des L1CAM-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der L1CAM-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen NCAM-L1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native L1CAM-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von NCAM-L1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des NCAM-L1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem L1CAM-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.