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MPO/Myeloperoxidase CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400822-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane MPO-Gen kodiert die Myeloperoxidase, eine hämhaltige Peroxidase, die in Neutrophilen und Monozyten stark exprimiert wird und die Umwandlung von Wasserstoffperoxid und Halogeniden in hypohalogene Säuren, einschließlich Hypochlorsäure, katalysiert. Diese oxidative Chemie unterstützt die angeborene Immunabwehr, die Bildung neutrophiler extrazellulärer Fallen (NETs) sowie die Modulation redoxsensitiver Signalwege, die Entzündungen und Gewebeumbau beeinflussen. Die MPO-Aktivität ist in Signalwege reaktiver Sauerstoffspezies (ROS), die Reifung von Phagosomen und Wirt-Pathogen-Interaktionen eingebunden und kann zudem oxidative Modifikationen von Proteinen und Lipiden fördern. Eine dysregulierte MPO-Expression oder -Aktivität wurde mit entzündlichen Erkrankungen, einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und tumorassoziierten myeloiden Phänotypen in Verbindung gebracht, was MPO zu einem nützlichen Ziel für mechanistische Studien zu Immunmetabolismus und oxidativem Stress macht.
MPO/Myeloperoxidase Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen MPO-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
MPO/Myeloperoxidase Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des MPO-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der MPO-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen MPO/Myeloperoxidase-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native MPO-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von MPO/Myeloperoxidase-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des MPO/Myeloperoxidase-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem MPO-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.