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LMP2 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401615-ACT | 20 µg | $397.00 |
PSMB9 kodiert die katalytische Untereinheit des Immunoproteasoms LMP2 (β1i), einen zentralen Bestandteil interferon-γ‑induzierbarer Proteasomen, die ihre proteolytische Spezifität so verändern, dass antigenische Peptide für die Präsentation über MHC‑Klasse I erzeugt werden. Durch die Regulation des Proteinumsatzes und der Zusammensetzung des Immunopeptidoms beeinflusst LMP2 die angeborene und adaptive Immun-Signalübertragung, Entzündungsreaktionen und die zelluläre Anpassung an Stress. Eine veränderte PSMB9‑Aktivität wurde mit einer fehlregulierten Antigenpräsentation und aberranten, zytokingetriebenen Signalwegen in Verbindung gebracht, die für Autoimmunität, chronische Entzündung und Mechanismen der Immunflucht, wie sie in der Krebsbiologie beobachtet werden, relevant sind. Als Teil des umfassenderen Ubiquitin‑Proteasom‑Systems bietet LMP2 einen mechanistischen Ansatzpunkt, um das Zusammenspiel zwischen Proteostase und Immunantwort sowie Interferon‑stimulierter Gen-Netzwerke zu untersuchen.
LMP2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen PSMB9-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
LMP2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des PSMB9-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der PSMB9-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen LMP2-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native PSMB9-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von LMP2-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des LMP2-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem PSMB9-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.