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IFN-αB CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-421046 | 20 µg | $397.00 |
Das murine Gen *Ifnab* kodiert Interferon-αB (IFN-αB), ein Typ-I-Interferon, das die angeborene antivirale Abwehr verstärkt und nachfolgende adaptive Immunantworten mitprägt. Nach Signalübertragung über Mustererkennungsrezeptoren (pattern-recognition receptors) in Signalwegen wie cGAS–STING, RIG-I/MDA5–MAVS und endosomalen TLRs bindet IFN-αB an IFNAR, aktiviert die JAK–STAT-Signalgebung und treibt die Transkription interferon-stimulierter Gene (ISGs) an, die Antigenpräsentation, Apoptose und Netzwerke entzündlicher Zytokine modulieren. Eine fehlregulierte Typ-I-Interferon-Aktivität wird mit chronischer Entzündung und Autoimmunität in Verbindung gebracht, und veränderte Interferon-Signaturen werden häufig in Modellen viraler Infektionen und immunvermittelter Pathologien untersucht. Die Funktion von *Ifnab* ist daher relevant für Studien zu Wirt–Pathogen-Interaktionen, zur Programmierung myeloider und lymphoider Zellen sowie zu interferongetriebenen Gewebereaktionen.
Das IFN-αB CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Ifnab-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Ifnab-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Ifnab nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die IFN-αB-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Ifnab-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der IFN-αB-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.