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HS3ST1 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-405358 | 20 µg | $397.00 |
HS3ST1 kodiert die Heparansulfat-Glucosamin-3-O-Sulfotransferase 1, ein im Golgi-Apparat lokalisiertes Enzym, das die 3-O-Sulfatierung von Heparansulfat-Ketten katalysiert und dabei seltene Motive erzeugt, die Protein–Glykosaminoglykan-Interaktionen modulieren. Durch die Feinstruktur des Heparansulfats beeinflusst HS3ST1 die Organisation der extrazellulären Matrix sowie Co-Rezeptor-Funktionen an der Zelloberfläche, die Signalwege mit Wachstumsfaktoren, Chemokinen und Morphogenen feinabstimmen. Veränderte Sulfatierungsmuster des Heparansulfats werden mit Änderungen in Zelladhäsion, Migration und inflammatorischer Signalübertragung in Verbindung gebracht – Prozesse, die häufig an Tumorbiologie und neuroentwicklungsbezogenen Phänotypen beteiligt sind. Als Determinante der Heparansulfat-Struktur wird HS3ST1 hinsichtlich seiner Rolle bei der Regulation der Ligandenbindung und der nachgeschalteten Signaldynamik in unterschiedlichen zellulären Kontexten untersucht.
Das HS3ST1 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des HS3ST1-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des HS3ST1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von HS3ST1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die HS3ST1-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von HS3ST1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der HS3ST1-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.