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HM74 Double Nickase Plasmid (m) | sc-429832-NIC | 20 µg | $410.00 |
Das murine Gen **Hcar2** kodiert den G‑Protein‑gekoppelten Rezeptor **HM74** (auch als **GPR109A** bekannt), einen Hochaffinitätsrezeptor für **Niacin** und verwandte Metaboliten, der überwiegend an die **Gi‑Signalübertragung** koppelt. Die Aktivierung von HM74 senkt die intrazellulären **cAMP**‑Spiegel und aktiviert nachgeschaltete Signalwege, die den Entzündungstonus, die Chemotaxis und den Lipidstoffwechsel beeinflussen, einschließlich der Modulation **NF‑κB**‑gekoppelter Transkriptionsprogramme. Der Rezeptor wird in Immunzellen und barriereassoziierten Zelltypen exprimiert und dient zur Untersuchung der Metabolitensensorik an der Schnittstelle von Ernährung, mikrobiota‑abgeleiteten Signalen und angeborener Immunregulation. Eine veränderte HM74/Hcar2‑Signalgebung wurde in Modellen von Dyslipidämie, atheroskleroseassoziierter Entzündung, kolitisähnlicher Pathologie und tumorassoziierten Immunmikroumgebungen beschrieben und ist damit für mechanistische Studien der Immunometabolik relevant.
HM74 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Hcar2-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Hcar2 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Hcar2-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Hcar2-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.