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Estrogen Receptor alpha CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400011-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
Estrogen Receptor alpha CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-400011-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
ESR1 kodiert den Estrogenrezeptor alpha (ERα), einen ligandenaktivierten nukleären Rezeptor, der an Estrogen-Response-Elements bindet und Transkriptionsprogramme koordiniert, die Zellproliferation, Differenzierung und metabolische Homöostase steuern. ERα interagiert mit Koregulatoren und steht in Crosstalk mit PI3K/AKT-, MAPK/ERK- und Wachstumsfaktor-Signalwegen, um die Chromatinzugänglichkeit und die Dynamik der Genexpression zu modulieren. In menschlichen Geweben ist die ESR1-Aktivität zentral für hormonresponsive Physiologie und wird häufig mit onkogenen sowie endokrin bedingten Fehlregulationen in Verbindung gebracht – etwa durch veränderte Expression, Mutationen oder ein Umverdrahten von Signalwegen. Diese Eigenschaften machen ESR1 zu einem zentralen Knotenpunkt für die Untersuchung der Steroidhormon-Signalübertragung, der Transkriptionskontrolle und von Feedback-Mechanismen in relevanten Zellmodellen.
Estrogen Receptor alpha Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen ESR1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Estrogen Receptor alpha Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des ESR1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der ESR1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Estrogen Receptor alpha-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native ESR1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Estrogen Receptor alpha-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Estrogen Receptor alpha-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem ESR1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.