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AQP11 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-403957-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das menschliche AQP11 kodiert Aquaporin-11, ein atypisches Mitglied der Aquaporin-Familie, das überwiegend an intrazellulären Membranen lokalisiert und zur zellulären Homöostase von Wasser und kleinen gelösten Stoffen beiträgt. Die Aktivität von AQP11 steht im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung der Integrität des endoplasmatischen Retikulums, der Regulation des osmotischen Gleichgewichts sowie mit Proteostase‑Signalwegen, die zelluläre Stressantworten und Organellenfunktionen beeinflussen. In der Niere und anderen sekretorischen oder metabolisch aktiven Geweben wurde eine veränderte AQP11-Expression mit einer gestörten Homöostase von Tubuluszellen und einer erhöhten Anfälligkeit für stressbedingte Schädigungsphänotypen in Verbindung gebracht. Diese Eigenschaften machen AQP11 zu einem nützlichen Ziel für die Untersuchung des Membrantransports, ER-assoziierter Prozesse und kontextabhängiger Rollen in krankheitsrelevanter zellulärer Physiologie.
AQP11 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen AQP11-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
AQP11 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des AQP11-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der AQP11-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen AQP11-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native AQP11-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von AQP11-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des AQP11-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem AQP11-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.