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ADAR3 Double Nickase Plasmid (h) | sc-402742-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
ADAR3 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-402742-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
ADARB2 kodiert ADAR3, ein im Gehirn angereichertes Mitglied der Familie der auf RNA wirkenden Adenosin-Deaminasen, das doppelsträngige RNA bindet und an der Regulation der RNA-Struktur sowie der posttranskriptionellen Genkontrolle beteiligt ist. Im Gegensatz zu den katalytisch aktiven ADAR1/ADAR2 wird ADAR3 häufig als editing-inaktiv beschrieben, kann jedoch A‑zu‑I‑RNA-Editing-Ergebnisse modulieren, indem es um dsRNA-Substrate konkurriert und dadurch editingabhängige Transkript-Recodierung, Spleißen, RNA-Stabilität und miRNA-Prozessierung beeinflusst. Über diese Mechanismen greift ADAR3 in neuronale Entwicklungsprozesse, synaptische Signalprogramme und angeborene RNA-Sensorik‑Signalwege ein, die auf endogene dsRNA reagieren. Eine veränderte ADARB2-Expression wurde in der Literatur mit neuroentwicklungsbezogenen und neuropsychiatrischen Phänotypen sowie mit dysregulierten RNA-Editing-Signaturen in neurologischen Krankheitskontexten in Verbindung gebracht.
ADAR3 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des ADARB2-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von ADARB2 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die ADARB2-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit ADARB2-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.