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Tachykinin CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400690-ACT | 20 µg | $397.00 |
TAC1 kodiert Tachykinin‑Vorläuferpeptide, die zu neuroaktiven Liganden wie Substanz P und Neurokinin A prozessiert werden. Diese signalisieren vor allem über Neurokininrezeptoren und regulieren dadurch Neurotransmission, Nozizeption, neurogene Entzündung und den Tonus glatter Muskulatur. Die Tachykinin‑Signalübertragung aktiviert G‑Protein‑gekoppelte Rezeptorwege, darunter Phospholipase‑C/IP3‑vermittelten Ca²⁺‑Flux, PKC‑Aktivierung sowie MAPK/ERK‑Kaskaden, und beeinflusst so Zytokinfreisetzung und neuronale Erregbarkeit. In menschlichen Geweben ist die TAC1‑Expression insbesondere in sensorischen Neuronen sowie in ausgewählten neuroendokrinen und immunologischen Kontexten angereichert, was sie mit Entzündungsschaltkreisen und neuroimmunem Cross‑Talk verknüpft. Dysregulierte Tachykinin‑Signalwege wurden in der Literatur mit chronischen Schmerzzuständen, bronchialer Hyperreagibilität, Störungen der gastrointestinalen Motilität und neuroinflammatorischen Prozessen in Verbindung gebracht und stützen mechanistische Studien zur Modulation dieser Signalwege.
Tachykinin Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen TAC1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Tachykinin Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des TAC1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der TAC1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Tachykinin-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native TAC1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Tachykinin-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Tachykinin-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem TAC1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.