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T2R38 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402279-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
T2R38 CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-402279-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
TAS2R38 kodiert den Bittergeschmacksrezeptor T2R38, einen GPCR, der thiourea-haltige Liganden erkennt und über kanonische gustatorische Signalwege vermittelt: G‑Protein‑gekoppelte Aktivierung der Phospholipase Cβ2, Mobilisierung von intrazellulärem Ca²⁺ und eine nachgeschaltete, TRPM5‑abhängige Depolarisation. Über die orale Geschmackswahrnehmung hinaus wird T2R38 auch in extraoralen Epithelien exprimiert, wo er chemosensorische Signalgebung und zelluläre Programme der angeborenen Abwehr beeinflussen kann. Häufige kodierende Polymorphismen verändern die Rezeptorantwort und werden seit langem genutzt, um interindividuelle Unterschiede in der Bitterwahrnehmung und in der chemosensorischen Biologie zu untersuchen. Diese Eigenschaften machen TAS2R38 zu einem nützlichen Modellsystem, um die Dynamik der GPCR‑Signalübertragung, epitheliale Sensorik‑Signalwege sowie Genotyp‑Phänotyp‑Zusammenhänge zu erforschen.
T2R38 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen TAS2R38-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
T2R38 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des TAS2R38-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der TAS2R38-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen T2R38-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native TAS2R38-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von T2R38-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des T2R38-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem TAS2R38-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.