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Sos 1 Double Nickase Plasmid (m) | sc-423075-NIC | 20 µg | $410.00 |
Die murine SOS1 (Son of sevenless homolog 1) ist ein Ras-spezifischer Guanin-Nukleotid-Austauschfaktor (GEF), der nachgeschaltet von aktivierten Rezeptor-Tyrosinkinasen Ras-GDP in Ras-GTP umwandelt. Durch die GRB2-vermittelte Rekrutierung an die Plasmamembran treibt SOS1 die Signalübertragung über die RAS–RAF–MEK–ERK-Kaskade an und trägt zur Modulation des PI3K–AKT-Signalwegs bei, wodurch Wachstumsfaktor-Signale mit Proliferation, Differenzierung und zytoskelettalem Umbau verknüpft werden. Sos1 ist zudem an der Rückkopplungskontrolle der MAPK-Signalgebung beteiligt und hilft, die Dynamik der Rezeptor-Signalübertragung in mehreren Geweben zu koordinieren. Eine fehlregulierte Aktivität des SOS1–RAS-Signalwegs ist für die Biologie onkogener Signalgebung ebenso wie für Entwicklungsphänotypen im Zusammenhang mit einer aberranten Ras/MAPK-Regulation von breiter Bedeutung, was Sos1 zu einem zentralen Knotenpunkt für mechanistische Studien macht.
Sos 1 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Sos1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Sos1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Sos1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Sos1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.