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Sigma Receptor Double Nickase Plasmid (m) | sc-422068-NIC | 20 µg | $410.00 |
Sigmar1 kodiert den Sigma‑Rezeptor 1 (SIGMAR1), ein Chaperonprotein der Membran des endoplasmatischen Retikulums, das besonders in den mitochondrienassoziierten ER‑Membranen angereichert ist und den Ca2+-Austausch, die ER‑Stresssignalgebung und die Proteostase moduliert. In Mauszellen beeinflusst SIGMAR1 die mitochondriale Bioenergetik und die Reaktionen auf oxidativen Stress über seine Kopplung an IP3R‑abhängige Calciumflüsse sowie an adaptive Signalwege der Unfolded‑Protein‑Response. Das Protein ist außerdem mit dem Lipidstoffwechsel und -transport verknüpft und prägt dadurch die Organisation von Membran‑Mikrodomänen und die Rezeptorsignalgebung. Eine fehlregulierte SIGMAR1‑Aktivität wurde in der Literatur mit Neurodegeneration, neuropathischen Schmerzen und Phänotypen bei metabolischem Stress in Verbindung gebracht und stellt damit einen nützlichen Knotenpunkt für mechanistische Studien zur zellulären Homöostase dar.
Sigma Receptor Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Sigmar1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Sigmar1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Sigmar1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Sigmar1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.