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Sigma Receptor CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400615-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
Sigma Receptor CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-400615-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
Das humane Gen **SIGMAR1** kodiert den **Sigma-Rezeptor 1 (Sigma Receptor)**, ein im ER lokalisierter und mit der mitochondrienassoziierten Membran (MAM) verknüpfter Chaperon, der während zellulärem Stress den Ca²⁺-Austausch zwischen Organellen, die Lipidhomöostase und die Proteostase moduliert. **SIGMAR1** beeinflusst Signalausgänge aus IP3R-abhängigem Ca²⁺-Fluss, ER-Stress-/UPR-Signalwegen und der mitochondrialen Bioenergetik und prägt dadurch synaptische Funktion, Neuriten-Erhalt und Programme zum Zellüberleben. Durch Interaktionen mit Ionenkanälen, Komponenten der GPCR-Signalübertragung und Redox-Regulatoren integriert der Sigma-Rezeptor Stressadaptation mit Neurotransmission und metabolischer Regulation. Eine Fehlregulation SIGMAR1-assoziierter Prozesse wurde mit Neurodegeneration und neuropathischen Phänotypen in Verbindung gebracht, was seinen Nutzen für mechanistische Studien zu Proteostaseversagen und mitochondrialer Dysfunktion unterstreicht.
Sigma Receptor Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SIGMAR1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Sigma Receptor Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SIGMAR1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SIGMAR1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Sigma Receptor-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SIGMAR1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Sigma Receptor-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Sigma Receptor-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SIGMAR1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.