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RETSAT Double Nickase Plasmid (h) | sc-412368-NIC | 20 µg | $410.00 |
RETSAT (Retinol-Saturase) kodiert eine Oxidoreduktase, die die Sättigung von all-trans-Retinol katalysiert und dadurch Dihydroretinoide bildet. Auf diese Weise prägt sie die zellulären Retinoid-Pools und die nachgeschalteten Transkriptionsprogramme, die durch die Retinsäure-Signalgebung gesteuert werden. Durch die Modulation des Retinoidstoffwechsels beeinflusst RETSAT Prozesse, die mit der Adipozytendifferenzierung, der Energiehomöostase und dem zellulären Redoxgleichgewicht verknüpft sind, und ihre Aktivität greift in Lipidverarbeitungswege ein, die auf ernährungsbedingte und entzündliche Signale reagieren. Veränderte RETSAT-Expression oder ein veränderter Retinoidfluss wurde in Zusammenhängen mit metabolischer Dysfunktion beschrieben und auch im Kontext der Tumorbiologie untersucht, wo retinoidabhängige Differenzierungs- und Proliferationsprogramme gestört sein können. Diese Eigenschaften machen RETSAT zu einem nützlichen Ziel für mechanistische Studien zur retinoidgetriebenen Genregulation und zu lipidassoziierten Phänotypen in humanen Zellmodellen.
RETSAT Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des RETSAT-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von RETSAT abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die RETSAT-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit RETSAT-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.