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PTPσ CRISPR Activation Plasmid (m) | sc-422531-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das Mausgen **Ptprs** kodiert die Protein-Tyrosinphosphatase Sigma (PTPσ), eine rezeptorartige Phosphatase, die insbesondere in neuralen und epithelialen Kontexten angereichert ist und Signale aus der extrazellulären Matrix mit intrazellulären Dephosphorylierungsereignissen verknüpft, um Zelladhäsion, Neuritenauswuchs, Axonführung und synaptische Organisation zu steuern. PTPσ interagiert mit Heparansulfat- und Chondroitinsulfat-Proteoglykanen und verbindet damit die perizelluläre Matrix mit Zytoskelett-Umbauprozessen und Signalmodulen, die das Verhalten von Wachstumskegeln und die Plastizität neuronaler Schaltkreise beeinflussen. Über die Modulation phosphorylierungsabhängiger Signalwege trägt **Ptprs** zu kontaktabhängiger Signalübertragung und Gewebemusterung bei; eine veränderte PTPσ-Aktivität wurde in der Literatur mit neuroentwicklungsbezogenen Phänotypen, beeinträchtigter Regeneration und dysregulierter Zell-Zell-Kommunikation in Zusammenhang gebracht. Diese Eigenschaften machen **Ptprs** zu einem geeigneten Ziel für mechanistische Studien der phosphatasekontrollierten Signalgebung in neuronaler Konnektivität und der Regulation des Mikroenvironmentes.
PTPσ Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen Ptprs-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
PTPσ Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des Ptprs-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der Ptprs-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen PTPσ-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native Ptprs-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von PTPσ-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des PTPσ-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem Ptprs-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.