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PAP-β CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-403907 | 20 µg | $397.00 |
PAPOLB kodiert die Poly(A)-Polymerase beta (PAP-β), ein nicht-kanonisches Polyadenylierungsenzym mit erhöhter Expression in männlichen Keimzellen, das die posttranskriptionelle Kontrolle während der Spermatogenese unterstützt. Durch die Verlängerung der Poly(A)-Schwänze ausgewählter mRNAs beeinflusst PAP-β die Stabilität von Transkripten, den nukleären Export und die Aktivierung der Translation und ist dabei in umfassendere Netzwerke der RNA-Prozessierung und mRNA-Überwachung eingebunden. Eine veränderte PAPOLB-Aktivität wurde mit Störungen der Spermienentwicklung und eingeschränkter Fertilität in Verbindung gebracht, was das Gen für Studien zur Genregulation in der Keimbahn relevant macht. Zudem dient PAPOLB als Modell, um zu untersuchen, wie spezialisierte Poly(A)-Polymerasen stadien-spezifische Programme der Genexpression prägen.
Das PAP-β CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des PAPOLB-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des PAPOLB-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von PAPOLB nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die PAP-β-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von PAPOLB-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der PAP-β-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.