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OX2 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-403573-ACT | 20 µg | $397.00 |
CD200 (OX2) ist ein Typ‑I‑Membran-Glykoprotein der Immunglobulin-Superfamilie, das als Ligand eines Immun-Checkpoints über die Interaktion mit CD200R auf myeloiden und anderen Immunzellen wirkt. Diese Signalachse unterdrückt proinflammatorische Aktivierung, beeinflusst die Zytokinproduktion und unterstützt die Immuntoleranz in Gewebemikroumgebungen; dabei greift sie in Signalwege ein, die die Polarisation von Makrophagen und Mikroglia steuern. Die CD200-Expression ist breit relevant für die neuroimmune Kommunikation, die Regulation entzündlicher Antworten sowie für Tumor–Immun-Interaktionen. Eine Dysregulation der CD200–CD200R-Signalgebung wurde mit entzündlichen und neuroinflammatorischen Erkrankungen sowie mit Phänotypen der Immunflucht in der Krebsforschung in Verbindung gebracht.
OX2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen CD200-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
OX2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des CD200-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der CD200-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen OX2-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native CD200-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von OX2-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des OX2-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem CD200-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.