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Oviductin CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-404814-ACT | 20 µg | $397.00 |
OVGP1 kodiert Oviductin, ein sezerniertes, stark glykosyliertes, mucinähnliches Protein, das vom Epithel des Eileiters gebildet wird und zur Zusammensetzung sowie zu den rheologischen Eigenschaften der Flüssigkeiten im Reproduktionstrakt beiträgt. Oviductin ist an Interaktionen zwischen Gameten und frühem Embryo beteiligt, indem es die Spermienkapazitation, die Bindung an die Zona pellucida und die präimplantative Entwicklung über die Organisation der extrazellulären Matrix sowie kohlenhydratabhängige Adhäsionsprozesse moduliert. Seine Expression wird durch hormonelle Signalwege und Differenzierungsprogramme des Epithels reguliert, die das Mikroenvironment des Eileiters prägen. Veränderte OVGP1-Expression wurde als Marker für Umbauprozesse des Epithels im Reproduktionstrakt untersucht sowie in Studien zu gynäkologischen Erkrankungen, bei denen Mucinbiologie, Entzündung und Verschiebungen des epithelialen Phänotyps eine Rolle spielen.
Oviductin Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen OVGP1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Oviductin Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des OVGP1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der OVGP1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Oviductin-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native OVGP1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Oviductin-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Oviductin-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem OVGP1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.