
Bestellinformation
| Produkt | Katalog # | EINHEIT | Preis | ANZAHL | Favoriten | |
OBSL1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-407284-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
OBSL1 CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-407284-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
OBSL1 (Obscurin-like Protein 1) kodiert ein großes zytoskelettales Adapterprotein, das mit dem Aktin-Myosin-Netzwerk assoziiert ist und zur intrazellulären Strukturoganisation sowie zur Mechanotransduktion beiträgt. Es ist an der Aufrechterhaltung der Zellform, der Dynamik der Zelladhäsion und an Prozessen des zytoskelettalen Umbaus beteiligt, die Migration und Gewebeintegrität beeinflussen. OBSL1 wirkt in Protein-Protein-Interaktionsnetzwerken mit, die Signalwege und die Bildung von Scaffold-/Gerüststrukturen koordinieren, und verknüpft so die Zytoskelettarchitektur mit übergeordneten regulatorischen Pfaden, die Wachstum und Differenzierung steuern. Genetische Störungen von OBSL1 werden mit dem 3M-Syndrom und verwandten Wachstumsphänotypen in Verbindung gebracht, was das Gen für die Untersuchung zytoskelettgekoppelter Entwicklungsmechanismen und krankheitsassoziierter zellulärer Stressantworten relevant macht.
OBSL1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen OBSL1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
OBSL1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des OBSL1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der OBSL1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen OBSL1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native OBSL1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von OBSL1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des OBSL1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem OBSL1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.