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OAT1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-404284-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane Gen **SLC22A6** kodiert den **Organic Anion Transporter 1 (OAT1)**, einen basolateralen Transporter des proximalen Nierentubulus, der die Aufnahme endogener Metaboliten und xenobiotischer organischer Anionen aus dem Blut in Epithelzellen vermittelt. OAT1 wirkt innerhalb von Solute-Carrier-Transportnetzwerken, die den Austausch organischer Anionen mit der zellulären Handhabung von Harnsäure, urämischen Toxinen und Arzneistoffkonjugaten koppeln und damit die renale Sekretion sowie die systemische Clearance prägen. Indem die Aktivität von **SLC22A6** die intrazelluläre Exposition gegenüber Metaboliten und Pharmaka beeinflusst, überschneidet sie sich mit Signalwegen, die mit tubulären Stressantworten und transportabhängiger Toxikologie in Zusammenhang stehen. Eine veränderte OAT1-Expression oder -Funktion wurde in experimentellen Modellen mit Unterschieden in der Arzneistoffdisposition und einer unterschiedlichen Anfälligkeit für nierenbezogene Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, was ihre Bedeutung für Nephrologie und pharmakokinetische Forschung unterstreicht.
OAT1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SLC22A6-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
OAT1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SLC22A6-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SLC22A6-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen OAT1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SLC22A6-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von OAT1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des OAT1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SLC22A6-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.