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NGAL Double Nickase Plasmid (m) | sc-421398-NIC | 20 µg | $410.00 |
Das murine Gen **Lcn2** kodiert das neutrophile Gelatinase-assoziierte Lipocalin (NGAL), ein sezerniertes Lipocalin, das siderophor-gebundenes Eisen bindet und während angeborener Immunantworten die Eisenhomöostase moduliert. NGAL wird durch entzündliche Reize induziert und ist über Signalwege mit Bezug zu NF-κB, MAPK und Zytokin-Signaling an epithelialen Stressprogrammen beteiligt; dadurch beeinflusst es die Rekrutierung von Neutrophilen, die Barriereabwehr und antimikrobielle Aktivität. In Mausmodellen wird eine veränderte NGAL-Expression häufig als Indikator für Gewebeschädigung und entzündliches Remodelling verwendet, unter anderem bei Nierenschäden, hepatischen Entzündungen, metabolischer Dysfunktion und tumorassoziierten Veränderungen der Mikroumgebung. Seine Funktionen in der Eisen-Sequestrierung und Immunregulation machen **Lcn2** zu einem nützlichen Knotenpunkt für die Untersuchung von Wirt–Pathogen-Interaktionen, oxidativem Stress und stromal–immunologischer Crosstalk-Kommunikation.
NGAL Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Lcn2-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Lcn2 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Lcn2-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Lcn2-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.