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Neu1 Double Nickase Plasmid (h) | sc-401488-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
Neu1 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-401488-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
NEU1 kodiert die Neuraminidase 1 (Neu1), eine lysosomale Sialidase, die terminale Sialinsäuren von Glykoproteinen und Glykolipiden entfernt und so zum Umsatz von Glykokonjugaten sowie zur Funktion der Lysosomen beiträgt. Neu1 wirkt innerhalb eines Multienzymkomplexes zusammen mit dem Schutzprotein/Cathepsin A und der β‑Galactosidase und koppelt die Desialylierung an umfassendere lysosomale katabole Prozesse und das Remodeling von Glykanen. Durch die Regulation des Sialylierungszustands an der Zelloberfläche beeinflusst NEU1 den Rezeptortransport, die Endozytose und immunbezogene Signalereignisse, die von der Reifung von Glykoproteinen abhängen. Eine Störung der NEU1‑Aktivität ist mit lysosomalen Speichererkrankungen sowie veränderten entzündlichen und metabolischen Phänotypen verbunden und ist daher relevant für mechanistische Studien zur lysosomenabhängigen Homöostase.
Neu1 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des NEU1-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von NEU1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die NEU1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit NEU1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.