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NDUFS1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-416401-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
NDUFS1 CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-416401-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
NDUFS1 kodiert eine zentrale Untereinheit des mitochondrialen Atmungskettenkomplexes I (NADH:Ubiquinon-Oxidoreduktase), die zum Elektronentransfer von NADH auf Ubiquinon beiträgt und das Protonenpumpen über die innere Mitochondrienmembran unterstützt. Über seine Rolle in der oxidativen Phosphorylierung beeinflusst NDUFS1 das mitochondriale Membranpotenzial, die ATP-Produktion und die zelluläre Redoxhomöostase und ist damit mit metabolischer Anpassung sowie dem Umgang mit reaktiven Sauerstoffspezies verknüpft. Eine veränderte Funktion von Komplex I wird mit Phänotypen mitochondrialer Dysfunktion in Verbindung gebracht und im Kontext neuromuskulärer und neurodegenerativer Erkrankungen sowie von Stoffwechselstress-Reaktionen untersucht. NDUFS1 ist daher ein nützliches Ziel, um zu untersuchen, wie die Integrität der Elektronentransportkette Bioenergetik, mitochondriale Signalgebung und die Aktivierung von Stresswegen prägt.
NDUFS1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen NDUFS1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
NDUFS1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des NDUFS1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der NDUFS1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen NDUFS1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native NDUFS1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von NDUFS1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des NDUFS1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem NDUFS1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.