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MLL Double Nickase Plasmid (h) | sc-401307-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
MLL Double Nickase Plasmid (h2) | sc-401307-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
KMT2A kodiert die Histon-Lysin-N-Methyltransferase MLL, einen zentralen Regulator des Chromatinzustands, der die H3K4-Methylierung an Promotoren und Enhancern katalysiert und damit Transkriptionsprogramme unterstützt, die die hämatopoetische Entwicklung und Zellschicksalsentscheidungen steuern. MLL wirkt in Multiproteinkomplexen, die die Initiation und Elongation der Transkription koordinieren, und ist mit Signalwegen verknüpft, welche die HOX-Genexpression und das epigenetische Gedächtnis regulieren. Eine Störung, Rearrangement oder veränderte Regulation von KMT2A bringt Genexpressionsnetzwerke aus dem Gleichgewicht und ist stark mit Leukämogenese sowie breiterer epigenetischer Dysregulation verbunden, was KMT2A zu einem wichtigen Knotenpunkt für mechanistische Studien der Transkriptionskontrolle macht. Untersuchungen beleuchten häufig MLL-abhängiges Chromatin-Remodeling, Differenzierungsblockaden und Interaktionen mit Kofaktoren, die die linienspezifische Transkription feinabstimmen.
MLL Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des KMT2A-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von KMT2A abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die KMT2A-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit KMT2A-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.