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MLF1 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-417753 | 20 µg | $397.00 |
Myeloid leukemia factor 1 (MLF1) ist ein evolutionär konservierter Regulator des Schicksals hämatopoetischer Zellen, der sowohl im Zytoplasma als auch im Zellkern lokalisiert ist und an Protein-Protein-Interaktionen beteiligt ist, die Transkriptionsprogramme und die Kontrolle des Zellzyklus beeinflussen. MLF1 wurde mit der myeloischen Differenzierung und stressresponsiver Signalübertragung in Verbindung gebracht; beschrieben sind zudem Funktionen bei der Modulation der Apoptoseanfälligkeit und der Proliferationsfähigkeit in bereits linienfestgelegten Zellen. Eine veränderte MLF1-Expression oder Fehl-Lokalisierung wurde mit der Biologie hämatologischer Malignome assoziiert, einschließlich Konstellationen der leukämischen Transformation, in denen Differenzierungs- und Wachstumskontrollpunkte gestört sind. Daher stellt MLF1 einen nützlichen Knotenpunkt dar, um Signalwege zu untersuchen, die Transkriptionsregulation mit Proliferation und Differenzierung in humanen Zellen koppeln.
Das MLF1 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des MLF1-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des MLF1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von MLF1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die MLF1-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von MLF1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der MLF1-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.