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MIA3 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-403994-ACT | 20 µg | $397.00 |
Humanes MIA3 (Melanoma inhibitory activity family member 3), auch bekannt als TANGO1, ist ein im endoplasmatischen Retikulum (ER) ansässiges Scaffold-Protein, das für die Organisation von ER-Austrittsstellen und die Kopplung der COPII-Mantelassemblierung an die Sekretion sperriger Fracht essenziell ist. Durch die Koordination der Prokollagen-Beladung und der Vesikelbiogenese unterstützt MIA3 die Ablagerung der extrazellulären Matrix und die Gewebehomöostase und verknüpft so die Proteostase im ER mit der Kapazität des sekretorischen Wegs. Der MIA3-abhängige Transport überschneidet sich mit der Kollagenbiosynthese, der Signalgebung der unfolded protein response (UPR) und Programmen des stromalen Remodelings. Eine dysregulierte MIA3-Aktivität wurde mit veränderter Matrixorganisation und sekretorischen Stress-Phänotypen in Verbindung gebracht, die für Fibrose, Entwicklungsdefekte und die Biologie des Tumormikromilieus relevant sind.
MIA3 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen MIA3-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
MIA3 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des MIA3-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der MIA3-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen MIA3-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native MIA3-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von MIA3-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des MIA3-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem MIA3-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.