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MDR1/ABCB1 CRISPR Activation Plasmid (m) | sc-422215-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
MDR1/ABCB1 CRISPR Activation Plasmid (m2) | sc-422215-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
Das murine Gen Abcb1b kodiert den Multidrug-Resistance-Transporter MDR1/ABCB1, eine ATP-bindende Kassette (ABC)-Effluxpumpe, die die intrazelluläre Anreicherung strukturell unterschiedlicher Xenobiotika und Metaboliten begrenzt. Durch die Kopplung der ATP-Hydrolyse an den Substratexport beeinflusst MDR1 pharmakokinetische Barrieren und zelluläre Entgiftungsprogramme und prägt damit Prozesse wie den epithelialen Transport, die Funktion von Blut‑Gewebe‑Schranken und Stressantworten auf toxische Einwirkungen. Seine Aktivität überschneidet sich mit entzündlichen und metabolischen Signalwegen, indem sie die intrazelluläre Exposition gegenüber Signallipiden und Umweltchemikalien reguliert; zudem wird MDR1/ABCB1 häufig im Kontext von Arzneistoffverteilung und Multidrug‑Resistance‑Phänotypen untersucht. Eine dysregulierte MDR1/ABCB1-Expression ist relevant für Modelle therapieresistenter Erkrankungen sowie für mechanistische Studien zur transporter-vermittelten Bioverfügbarkeit in vivo.
MDR1/ABCB1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen Abcb1b-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
MDR1/ABCB1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des Abcb1b-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der Abcb1b-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen MDR1/ABCB1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native Abcb1b-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von MDR1/ABCB1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des MDR1/ABCB1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem Abcb1b-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.