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L-type Ca++ CP α1S CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402713-ACT | 20 µg | $397.00 |
CACNA1S kodiert die porenbildende α1S‑Untereinheit des skelettmuskelspezifischen L‑Typ‑spannungsabhängigen Calciumkanals (CaV1.1), einen zentralen Bestandteil des Dihydropyridinrezeptor‑Komplexes in der Membran der Transversaltubuli. Bei Membrandepolarisation koppelt CaV1.1 elektrisch an den Ryanodinrezeptor 1 und leitet so die Erregungs‑Kontraktions‑Kopplung ein sowie den Calciumfluss, der die Kontraktionsdynamik der Muskelfasern prägt, reguliert. Dieser Kanal ist an calciumabhängigen Signalnetzwerken beteiligt, die die Muskelentwicklung, die metabolische Homöostase und die aktivitätsabhängige Genexpression beeinflussen. Genetische und funktionelle Störungen in CACNA1S wurden mit Kanalopathien der Skelettmuskulatur und einer erhöhten Anfälligkeit für eine gestörte Calciumhomöostase in Verbindung gebracht, was seine Relevanz für Studien zur neuromuskulären Physiologie und zu Krankheitsmechanismen unterstreicht.
L-type Ca++ CP α1S Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen CACNA1S-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
L-type Ca++ CP α1S Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des CACNA1S-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der CACNA1S-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen L-type Ca++ CP α1S-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native CACNA1S-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von L-type Ca++ CP α1S-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des L-type Ca++ CP α1S-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem CACNA1S-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.