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KV3.1 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-406541 | 20 µg | $397.00 |
KCNC1 kodiert die spannungsabhängige Kaliumkanal‑Untereinheit KV3.1, eine schnell aktivierende und rasch deaktivierende K⁺‑Leitfähigkeit, die kurze Aktionspotenziale und hochfrequentes Feuern in erregbaren Zellen unterstützt. KV3.1 prägt die Membranrepolarisation und die Präzision des Feuerns und beeinflusst über die Regulation der neuronalen Erregbarkeit Netzwerkoszillationen sowie das synaptische Timing. Die KCNC1‑Aktivität greift in umfassendere Signalprozesse von Ionenkanälen ein, die den Calciumeinstrom, die Wahrscheinlichkeit der Neurotransmitterfreisetzung und die Spike‑Frequenz‑Adaptation koordinieren. Genetische Variation oder Dysregulation von KCNC1 wurde mit neurologischen Phänotypen in Verbindung gebracht, die mit veränderter Erregbarkeit einhergehen, was es für mechanistische Studien zu Kanalopathien und Störungen neuronaler Schaltkreise relevant macht.
Das KV3.1 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des KCNC1-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des KCNC1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von KCNC1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die KV3.1-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von KCNC1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der KV3.1-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.