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KV1.6 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-409638 | 20 µg | $397.00 |
KCNA6 kodiert die spannungsabhängige Kaliumkanal-Untereinheit KV1.6, einen Shaker-verwandten verzögert gleichrichtenden Kanal, der die Repolarisation des Aktionspotenzials formt und die neuronale Feuerfrequenz reguliert. Durch seinen Beitrag zur Stabilität des Membranpotenzials und zur Erregbarkeit beeinflusst KV1.6 die synaptische Signalübertragung und Netzwerkoszillationen und ist in elektrische Signalprozesse eingebunden, die durch spannungsabhängige Ionenflüsse gesteuert werden. Kanäle der KV1-Familie sind an Signalwegen beteiligt, die die Neurotransmitterfreisetzung, die axonale Erregungsleitung und die aktivitätsabhängige Erregbarkeit modulieren, und eine veränderte Kaliumleitfähigkeit ist allgemein für Erkrankungen mit neuronaler Übererregbarkeit relevant. Varianten oder eine dysregulierte Expression in Genen spannungsabhängiger K⁺-Kanäle wurden mit neurologischen Phänotypen in Verbindung gebracht, was den Einsatz von KCNA6-„Perturbationen“ zur Untersuchung erregbarkeitsgekoppelter Mechanismen in menschlichen Zellmodellen unterstützt.
Das KV1.6 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des KCNA6-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des KCNA6-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von KCNA6 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die KV1.6-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von KCNA6-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der KV1.6-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.