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KV1.1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-403806-ACT | 20 µg | $397.00 |
KCNA1 kodiert die menschliche spannungsabhängige Kaliumkanal‑Untereinheit KV1.1 (KCN A1), einen zentralen Determinanten der Membranrepolarisierung und der Auslösung von Aktionspotenzialen in erregbaren Zellen. KV1.1 trägt zu verzögert gleichrichtenden K+-Strömen bei, die die neuronale Erregbarkeit, die synaptische Transmission und die Synchronisierung von Netzwerken regulieren, und ist in Signalwege integriert, die die Ionenhomöostase und aktivitätsabhängige Signalübertragung steuern. Eine veränderte Funktion oder Expression von KCNA1 ist mit Störungen der elektrischen Signalübertragung assoziiert, darunter episodische Ataxie und anfallsbezogene Phänotypen, was KCNA1 zu einem nützlichen Ziel für mechanistische Studien von Kanalopathien macht. In vitro unterstützt die Modulation von KCNA1 die Forschung zu Elektrophysiologie, Erregbarkeitsschwellen und nachgeschalteten transkriptionellen Antworten auf verändertes Membranpotenzial.
KV1.1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen KCNA1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
KV1.1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des KCNA1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der KCNA1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen KV1.1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native KCNA1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von KV1.1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des KV1.1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem KCNA1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.