
Bestellinformation
| Produkt | Katalog # | EINHEIT | Preis | ANZAHL | Favoriten | |
KIR2.1 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-401974 | 20 µg | $397.00 |
KCNJ2 kodiert den menschlichen inward-rectifier-Kaliumkanal Kir2.1, einen wesentlichen Determinanten des Ruhe-Membranpotenzials und der Erregbarkeit von Herz- und Skelettmuskelzellen. Kir2.1 vermittelt IK1-Ströme, die die terminale Repolarisation stabilisieren und die Form von Aktionspotenzialen prägen, und ist dabei in Prozesse des Membrantransports sowie eine PIP2-abhängige Kanalsteuerung eingebunden. Eine veränderte KCNJ2-Funktion wird mit Kanalopathie-Phänotypen wie dem Andersen-Tawil-Syndrom in Verbindung gebracht und kann die Anfälligkeit für Arrhythmien, periodische Lähmungen und entwicklungsbezogene Signalwege in erregbaren Geweben beeinflussen. In Zellmodellen steht die Kir2.1-Aktivität im Zusammenspiel mit der elektrophysiologischen Homöostase, der Calcium-Handhabung und einer vom Membranpotenzial abhängigen Regulation der Genexpression.
Das KIR2.1 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des KCNJ2-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des KCNJ2-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von KCNJ2 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die KIR2.1-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von KCNJ2-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der KIR2.1-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.