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Keap1 Double Nickase Plasmid (m) | sc-424513-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
Keap1 Double Nickase Plasmid (m2) | sc-424513-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Keap1 (Kelch-like ECH-associated protein 1) ist ein zytosolischer Adapter eines CUL3-basierten E3-Ubiquitin-Ligase-Komplexes, der an NFE2L2/NRF2 bindet und unter basalen Bedingungen dessen Ubiquitinierung sowie proteasomalen Abbau fördert. Oxidativer oder elektrophiler Stress modifiziert zentrale Cysteinreste in KEAP1, schwächt dadurch die Repression von NRF2 und ermöglicht über das ARE-Programm die Transkription von antioxidativen, entgiftenden und metabolischen Genen. Diese KEAP1–NRF2-Achse koordiniert in Mauszellen die Redoxhomöostase, den Glutathionstoffwechsel und Signalwege der Xenobiotikaantwort und beeinflusst dabei Entzündung, mitochondriale Funktion und Proteostase. Eine fehlregulierte Keap1-Aktivität wird in Modellen der oxidativen Stressbiologie und bei Erkrankungen mit veränderter Redoxsignalgebung breit als mechanistischer Ansatzpunkt genutzt.
Keap1 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Keap1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Keap1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Keap1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Keap1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.