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IGFBP6 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-404768-ACT | 20 µg | $397.00 |
IGFBP6 kodiert das insulinähnliche Wachstumsfaktor-bindende Protein 6, ein sezerniertes Glykoprotein, das bevorzugt an IGF‑II bindet und dessen Bioverfügbarkeit, Rezeptorbindung und nachgeschaltete Signalübertragung über Signalwege wie PI3K–AKT und MAPK/ERK moduliert. Durch die Regulation IGF‑abhängiger Signale für Wachstum, Überleben und Differenzierung trägt IGFBP6 in verschiedenen Organsystemen zur Gewebehomöostase und zu zellulären Stressantworten bei. Veränderte IGFBP6-Expression wurde in unterschiedlichen Krebs- und Stoffwechselstudien beschrieben, wo sie Proliferation, Migration und Apoptose-Phänotypen beeinflussen kann, die mit einer fehlregulierten IGF-Signalgebung zusammenhängen. Als löslicher extrazellulärer Regulator wird IGFBP6 zudem hinsichtlich seines Einflusses auf die parakrine Kommunikation innerhalb des Tumormikromilieus sowie in Modellen der Entwicklungs- und Endokrinologie untersucht.
IGFBP6 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen IGFBP6-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
IGFBP6 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des IGFBP6-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der IGFBP6-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen IGFBP6-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native IGFBP6-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von IGFBP6-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des IGFBP6-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem IGFBP6-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.