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HPS-1 Double Nickase Plasmid (h) | sc-404200-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
HPS-1 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-404200-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
HPS1 kodiert HPS‑1, eine zentrale Komponente des Komplexes „biogenesis of lysosome-related organelles complex 3“ (BLOC‑3), der den endosomalen Transport und die Reifung lysosomenverwandter Organellen reguliert. In Zusammenarbeit mit HPS4 unterstützt HPS‑1 Rab‑GTPase‑abhängige Membrantransportprozesse, die die Sortierung von Fracht, die Organellenidentität und die Vesikeldynamik in Pigmentzellen, Thrombozyten und Immunzelllinien beeinflussen. Eine Störung von HPS1 beeinträchtigt lysosomale und melanosomale Signalwege und wirkt sich auf die Organellenbiogenese sowie den intrazellulären Proteintransport aus. Varianten in HPS1 sind mit dem Hermansky–Pudlak‑Syndrom assoziiert und verknüpfen eine BLOC‑3‑Dysfunktion mit Defekten der Pigmentierung, der Bildung dichter Granula in Thrombozyten und der allgemeinen Homöostase lysosomenverwandter Organellen.
HPS-1 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des HPS1-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von HPS1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die HPS1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit HPS1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.