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hnRNP U CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401375-ACT | 20 µg | $397.00 |
HNRNPU kodiert das heterogene nukleäre Ribonukleoprotein U (hnRNP U), einen multifunktionalen RNA- und DNA-bindenden Faktor, der mit Chromatin und der nukleären Matrix assoziiert, um Transkriptionsregulation, prä‑mRNA‑Prozessierung und die höherstufige Genomorganisation zu koordinieren. hnRNP U trägt zum ko‑transkriptionellen Spleißen, zur mRNA‑Stabilität und zu langreichweitigen Chromatininteraktionen bei und verknüpft damit den RNA‑Stoffwechsel mit der nukleären Architektur sowie zellzyklusabhängigen Genexpressionsprogrammen. Eine veränderte Dosierung oder Funktion von HNRNPU wurde mit neuroentwicklungsbezogenen Phänotypen und dysregulierter Genexpression in Verbindung gebracht, was es zu einem relevanten Knotenpunkt für die Untersuchung von Mechanismen der Genomregulation macht. Sein breites Interaktom verbindet hnRNP U zudem mit stressresponsiven Transkriptionsnetzwerken sowie Signalwegen, die die neuronale Differenzierung und die Regulation synaptischer Gene steuern.
hnRNP U Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen HNRNPU-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
hnRNP U Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des HNRNPU-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der HNRNPU-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen hnRNP U-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native HNRNPU-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von hnRNP U-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des hnRNP U-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem HNRNPU-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.