
Bestellinformation
| Produkt | Katalog # | EINHEIT | Preis | ANZAHL | Favoriten | |
HLA-DRβ1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-406727-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
HLA-DRβ1 CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-406727-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
HLA-DRB1 kodiert die β‑Kette des HLA-DR‑MHC‑Klasse‑II‑Haupthistokompatibilitätskomplexes und bildet einen heterodimeren Rezeptor, der extrazellulär stammende Peptide CD4+‑T‑Zellen präsentiert. Durch die Steuerung von Antigenverarbeitung und ‑präsentation trägt HLA‑DRβ1 dazu bei, das Priming von T‑Zellen, die periphere Toleranz und die zytokingetriebene Dynamik von Immunnetzwerken in professionellen antigenpräsentierenden Zellen zu prägen. Variation in HLA‑DRB1 beeinflusst die Peptidbindungsspezifität und verändert die Immunerkennung, was diesen Genort mit Anfälligkeit und Schweregrad zahlreicher immunvermittelter und entzündlicher Erkrankungen in Verbindung bringt. Als zentraler Knotenpunkt der adaptiven Immunität wird HLA‑DRβ1 häufig in Zusammenhängen wie Autoantigenpräsentation, Pathogenantwort und immunogenetischer Stratifizierung untersucht.
HLA-DRβ1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen HLA-DRB1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
HLA-DRβ1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des HLA-DRB1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der HLA-DRB1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen HLA-DRβ1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native HLA-DRB1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von HLA-DRβ1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des HLA-DRβ1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem HLA-DRB1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.