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GPR41 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-402190 | 20 µg | $397.00 |
FFAR3 kodiert den G‑Protein‑gekoppelten Rezeptor GPR41, einen Zelloberflächen‑Sensor für kurzkettige Fettsäuren wie Acetat, Propionat und Butyrat, die durch mikrobielle Fermentation gebildet werden. Nach Ligandenbindung koppelt GPR41 vorwiegend an Gi/o‑Signalwege, senkt dadurch cAMP und moduliert nachgeschaltete Signalwege, die je nach Kontext den zellulären Stoffwechsel, sekretorische Programme und den Entzündungsstatus beeinflussen. Die Aktivität von FFAR3 wird mit der Kommunikation zwischen Wirt und Mikrobiom, der Regulation der Energiebilanz sowie neuroendokrinen und immunologischen Signalnetzwerken in Verbindung gebracht. Veränderte FFAR3/GPR41‑Signalgebung wird in der Forschung zu metabolischen und entzündlichen Erkrankungen untersucht, wobei sie die Adipositas, die Insulinsensitivität und zytokinassoziierte Reaktionen beeinflussen kann, ohne dass daraus klinische Aussagen abgeleitet werden.
Das GPR41 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des FFAR3-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des FFAR3-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von FFAR3 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die GPR41-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von FFAR3-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der GPR41-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.