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FUS/TLS Double Nickase Plasmid (m) | sc-433326-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
FUS/TLS Double Nickase Plasmid (m2) | sc-433326-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Fus kodiert das RNA-bindende Protein FUS/TLS, einen überwiegend nukleären Faktor, der mehrere Schritte der Genexpression koordiniert, darunter die Regulation der Transkription, das Spleißen von prä-mRNA, den mRNA-Transport und die Dynamik von Stressgranula. FUS/TLS ist über Interaktionen mit Reparaturmaschinen und chromatinassoziierten Komplexen an DNA-Schadensantworten und der Erhaltung des Genoms beteiligt und verknüpft so RNA-Prozessierung mit der zellulären Homöostase. Eine Störung der FUS/TLS-Funktion verändert den neuronalen RNA-Stoffwechsel und die Proteostase; zudem werden eine aberrante Lokalisation oder Aggregation weithin mit Neurodegeneration in Verbindung gebracht, was Fus zu einem wichtigen Ziel für mechanistische Untersuchungen der RNA-Biologie im Nervensystem macht. In Mausmodellen bietet eine Perturbation von Fus ein gut handhabbares System, um RNA-regulatorische Netzwerke und Signalwege zu untersuchen, die mit DNA-Reparatur, Stressantworten und neurodegenerativen Phänotypen verknüpft sind.
FUS/TLS Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Fus-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Fus abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Fus-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Fus-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.