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DNA pol θ Double Nickase Plasmid (h) | sc-407414-NIC | 20 µg | $410.00 |
POLQ kodiert die DNA-Polymerase Theta (Pol θ), eine fehleranfällige Polymerase der A-Familie, die zudem über helicaseähnliche Aktivität verfügt und als zentraler Vermittler des mikrohomologievermittelten End-Joinings (MMEJ), auch als theta-vermitteltes End-Joining bezeichnet, fungiert. Pol θ wirkt an DNA-Doppelstrangbrüchen und an gestauten Replikationsgabeln, fördert das Verknüpfen von DNA-Enden unter Nutzung kurzer Mikrohomologien und beeinflusst dadurch Genomstabilität, die Toleranz gegenüber Replikationsstress sowie Mutationssignaturen. Dieser Reparaturweg steht in Wechselwirkung mit dem klassischen nicht-homologen End-Joining und der homologen Rekombination und prägt die Wahl des Reparaturwegs unter Bedingungen eingeschränkter DNA-Endresektion oder begrenzter HR-Kapazität. Veränderte POLQ-Aktivität und -Expression werden häufig im Zusammenhang mit chromosomalen Umlagerungen und Hypermutagenese untersucht, wie sie in der Krebsbiologie und bei DNA-reparaturdefekten Zuständen auftreten.
DNA pol θ Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des POLQ-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von POLQ abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die POLQ-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit POLQ-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.