
Bestellinformation
| Produkt | Katalog # | EINHEIT | Preis | ANZAHL | Favoriten | |
cystatin B CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-403769-ACT | 20 µg | $397.00 |
CSTB kodiert Cystatin B (Stefin B), einen intrazellulären Cysteinprotease-Inhibitor, der die Cathepsin-Aktivität begrenzt und dazu beiträgt, die Proteostase bei lysosomalem Stress und während des zytoplasmatischen Proteinumsatzes aufrechtzuerhalten. Durch das Abpuffern proteasevermittelter Schäden trägt Cystatin B zur Homöostase von Neuronen und Immunzellen bei und beeinflusst die Anfälligkeit für Apoptose, Reaktionen auf oxidativen Stress sowie inflammatorische Signalwege. Eine veränderte CSTB-Expression oder -Funktion wurde mit neurodegenerativen und neuroinflammatorischen Phänotypen in Verbindung gebracht und ist daher für Studien zum Protease–Antiprotease-Gleichgewicht und zur zellulären Vulnerabilität relevant. CSTB wird zudem als Modellgen verwendet, um zu untersuchen, wie die intrazelluläre Proteaseregulation die Antigenprozessierung und stressadaptive Signalwege beeinflusst.
cystatin B Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen CSTB-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
cystatin B Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des CSTB-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der CSTB-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen cystatin B-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native CSTB-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von cystatin B-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des cystatin B-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem CSTB-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.