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CARD 9 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402214-ACT | 20 µg | $397.00 |
Caspase-Rekrutierungsdomänen-haltiges Protein 9 (CARD9) ist ein Adapterprotein, das überwiegend in myeloischen Zelllinien exprimiert wird und die Signalweiterleitung von C‑Typ-Lektinrezeptoren mit nachgeschalteten angeborenen Immunantworten koppelt. Nach der Erkennung pilzlicher und anderer mikrobieller Liganden integriert CARD9 Signale von Rezeptoren wie Dectin‑1 und Dectin‑2, fördert die Aktivierung der NF‑κB- und MAPK-Signalwege, die Produktion inflammasomassoziierter Zytokine und die Ausprägung Th17‑polarisierender Entzündungsprogramme. Genetische und funktionelle Störungen von CARD9 wurden mit veränderten Wirt–Mikrobiom-Interaktionen und fehlregulierter Entzündung in Verbindung gebracht; die Assoziationen reichen von einer erhöhten Anfälligkeit für invasive Pilzinfektionen bis hin zu immunvermittelten entzündlichen Phänotypen. Als Signal-Hub an der Schnittstelle zwischen Mustererkennung und transkriptioneller Kontrolle wird CARD9 intensiv in Signalwegen untersucht, die myeloische Aktivierung, Zytokinnetzwerke und Barriereimmunität steuern.
CARD 9 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen CARD9-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
CARD 9 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des CARD9-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der CARD9-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen CARD 9-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native CARD9-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von CARD 9-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des CARD 9-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem CARD9-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.