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calsequestrin 1 CRISPR Activation Plasmid (m) | sc-419471-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das murine Gen **Casq1** kodiert **Calsequestrin 1**, ein Ca²⁺-bindendes Lumenprotein des sarkoplasmatischen Retikulums mit hoher Kapazität, das Ca²⁺ puffert und die Erregungs‑Kontraktions‑Kopplung in schnell zuckender Skelettmuskulatur mitprägt. Durch die Organisation von Ca²⁺-Speicherung und -Freisetzung im Zusammenspiel mit der Signalübertragung über Ryanodinrezeptoren und der Ionen-Transportmaschinerie des SR trägt CASQ1 zur Calciumhomöostase, zur kontraktilen Leistungsfähigkeit und zur aktivitätsabhängigen Anpassung bei. Eine veränderte CASQ1-Funktion oder -Expression steht mit einer Fehlregulation der intrazellulären Ca²⁺-Dynamik, einer erhöhten Anfälligkeit für stressinduzierte Muskelfaser-Schäden und mit muskelphysiologischen Phänotypen in Zusammenhang, die für Studien zu Myopathien und zu malignen-Hyperthermie-ähnlichen Reaktionen relevant sind. **Casq1** bietet daher einen nützlichen Ansatzpunkt, um SR-Ca²⁺-Pufferung, Ca²⁺-abhängige Signalwege und Mechanismen von Skelettmuskelerkrankungen in Mausmodellen und in gentechnisch veränderten Zellsystemen zu untersuchen.
calsequestrin 1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen Casq1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
calsequestrin 1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des Casq1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der Casq1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen calsequestrin 1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native Casq1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von calsequestrin 1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des calsequestrin 1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem Casq1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.