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ARID1A CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400469-ACT | 20 µg | $397.00 |
ARID1A kodiert eine zentrale Untereinheit des ATP-abhängigen Chromatin-Remodelling-Komplexes SWI/SNF (BAF), der die Positionierung von Nukleosomen reguliert und dadurch Transkriptionsprogramme, Linienfestlegung (Lineage Specification) und Zellzyklus-Checkpoints steuert. Über die Kontrolle der Chromatinzugänglichkeit beeinflusst ARID1A DNA-Schadensantworten und Signalwege der Genomstabilität, einschließlich der Koordination mit p53- und replikationsstressassoziierten Signalen. Eine Fehlregulation oder ein Verlust der ARID1A-Aktivität ist häufig mit epigenetischer Reprogrammierung und einer veränderten Nutzung von Enhancern verbunden, was Differenzierung und Proliferationskapazität beeinflussen kann. ARID1A ist in zahlreichen Tumorarten wiederholt verändert und wird intensiv hinsichtlich seiner Rolle bei Chromatinzustandsübergängen, der Belegung durch Transkriptionsfaktoren und kontextabhängigen Vulnerabilitäten untersucht.
ARID1A Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen ARID1A-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
ARID1A Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des ARID1A-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der ARID1A-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen ARID1A-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native ARID1A-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von ARID1A-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des ARID1A-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem ARID1A-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.