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Aldehyde dehydrogenase 1-A3/ALDH1A3 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401630-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane Gen **ALDH1A3** codiert die Aldehyddehydrogenase 1-A3, ein NAD(P)+-abhängiges Enzym, das Retinaldehyd zu Retinsäure oxidiert. Retinsäure ist ein zentraler Morphogen, der Transkriptionsprogramme reguliert, welche Differenzierung, Proliferation und die Identität epithelialer Zellen steuern. Über den Retinoidstoffwechsel und die damit verbundenen genregulatorischen Netzwerke beeinflusst ALDH1A3 das zelluläre Redoxgleichgewicht und die metabolische Anpassung und verknüpft so die Entgiftung von Aldehyden mit Signalwegen der Entwicklung sowie der Gewebehomöostase. Eine dysregulierte ALDH1A3-Expression wurde in zahlreichen Krebskontexten beschrieben und wird häufig im Zusammenhang mit Tumorzellplastizität, Invasivität und Phänotypen der Arzneimittelantwort untersucht. Zudem wird das Gen in der Augen- und Neurobiologie erforscht, da es an der Retinsäurebiosynthese und der regionalen Musterbildung beteiligt ist.
Aldehyde dehydrogenase 1-A3/ALDH1A3 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen ALDH1A3-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Aldehyde dehydrogenase 1-A3/ALDH1A3 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des ALDH1A3-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der ALDH1A3-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Aldehyde dehydrogenase 1-A3/ALDH1A3-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native ALDH1A3-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Aldehyde dehydrogenase 1-A3/ALDH1A3-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Aldehyde dehydrogenase 1-A3/ALDH1A3-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem ALDH1A3-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.