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ADAR1 CRISPR Activation Plasmid (m) | sc-425147-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
ADAR1 CRISPR Activation Plasmid (m2) | sc-425147-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
Das murine Gen *Adar* kodiert ADAR1, eine auf RNA wirkende Adenosin-Deaminase, die A‑zu‑I-Editierung in doppelsträngigen RNA-Substraten katalysiert und dadurch das kodierende Potenzial von Transkrिपten, das Spleißen und die RNA-Struktur verändert. ADAR1 ist ein zentraler Regulator der angeborenen Immunerkennung, indem es eine fehlgeleitete Aktivierung zytosolischer RNA-Sensoren wie MDA5 und der nachgeschalteten Typ‑I‑Interferon-Signalgebung begrenzt und so die RNA-Homöostase aufrechterhält. Durch die Editierung endogener dsRNA beeinflusst ADAR1 antivirale Antworten, die Hämatopoese und stressassoziierte Transkriptionsprogramme; eine Dysregulation ist in experimentellen Systemen mit entzündlichen Phänotypen und veränderten Tumor‑Immun‑Interaktionen verknüpft. Daher wird *Adar* breit in Signalwegen untersucht, die die RNA-Überwachung, die Expression interferonstimulierter Gene und die zellintrinsische Immunität steuern.
ADAR1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen Adar-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
ADAR1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des Adar-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der Adar-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen ADAR1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native Adar-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von ADAR1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des ADAR1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem Adar-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.